Blendtec – Nicht nur Skandale (2023)

Komomix – Test eines neuen Hochleistungsmixers

11. Juli 201310. Juli 2013OneBBO4 Kommentare

11. Juli 2013: Komomix im Test: Das große Fazit

Ich habe den Mixer gut 3 Wochen intensiv getestet. Die einzelnen Tests – bis auf den letzten, den ich hier beschreibe – habe ich auf einem anderen Blog ausführlich dargestellt, die Links dazu bringe ich am Ende dieses Beitrags. Sehr angenehm war die Zusammenarbeit mit Herrn Mock. Natürlich ist er von seinem Gerät überzeugt (wäre traurig, wenn nicht), aber er hört auch zu und ist wirklich interessiert an Schwachpunkten und überlegt an Optimierungen. Davon werden wir hören.

Was mich von Anfang an irritiert hat, war eine Werbung, die besagt, der Komomix könne so toll Hummus machen. Hmm, ich dachte immer, das kann sogar schon jeder Food Processor. Nein, von einem Komomix-Enthusiasten hörte ich sogar, dass eine Verwandte von ihm Hummus im Vitamix versucht habe, nach einer Weile aufgeben, weil es nicht klappte und dann im Komomix ein fantastisches Ergebnis erzielte. Faszinierend. Gesehen habe ich das allerdings nicht. Ich fragte sofort nach dem Rezept für dieses geheimnisvolle Gericht, was im Vitamix entgegen all meinen Erfahrungen nicht funktionieren sollte. Erst war die Verwandte in Urlaub, dann trat sie im europäischen Ausland einen neuen Job an. Gut, ich verstehe, dass für die beiden ein Hummus-Rezept nicht so wichtig ist, wie ich das für meinen Test finde. Einfach Pech.

Im Abstand von einer Woche habe ich dann 2 x Hummus nach eigenem Rezept zubereitet. Ich mag das nämlich auch nicht jeden Tag essen. Die Zutaten waren in Herstellung und Mengen völlig identisch, wobei ich die andere Arbeitsweise, die beim Komomix nötig ist, durchaus beachtet habe. Ich habe – damit das jeder für sich ausprobieren kann – 100 g Kichererbsen 12-24 Std. in 350 g Wasser eingeweicht. Mit 125 g Einweichwasser im Schnellkochtopf 15 Minuten gekocht, ab in den Mixer, darauf dann: 12 g Knoblauch netto (geschält, aber nicht zerschnitten), 1 Zitronenscheibe ohne Schale, ohne Kerne als Ganzes (10 g), für den Komomix sogar in vier Teile geschnitten; 1/2 TL Kreuzkümmel gemahlen, 25 g Sesamöl und 10 g Sesamsaat, ungeschält. Das Wunder vom Komomix ist hier ausgeblieben 🙂 Das Hummus im Vitamix wurde mit dem Stößel in wenigen Sekunden glatt, keine Saat, kein Knoblauch zu schmecken. Im Komomix habe ich erst gepulst, bis dieMesser leer durchdrehten, dann mit dem Rührstab (= dasselbe wie der Stößel vom Vitamix) weiter gemacht. Ergebnis: Auch sehr lecker. Aber es gab noch vereinzelt kleine Knoblauchstückchen und die Sesamkerne waren auch noch vorhanden. Nicht wirklich schlimm…. aber ich frage mich wirklich, was Frau X gemacht hat, dass sie im Vitamix gescheitert ist. Vor allem lässt sich an einem Hummus nur recht kurze Zeit arbeiten, weil die Masse dann stockt. Da hat wegen der Geschwindigkeit für mich schon der Vitamix die Nase vorne.

Oben ist das Hummus vom Komomix, darunter das vom Vitamix. Da kann man schon sehen, dass die Messer vom Komomix nicht so recht greifen. Dass die Fotos unterschiedlich nah dran sind, liegt einfach dran, dass ein Abstand von einer Woche zwischen den Aufnahmen liegt & ich nicht mehr nachgeschaut habe, auf welcher Höhe ich die Aufnahme gemacht habe.

Aber das ist immer so, wenn man etwas nicht selbst macht – es gibt ja einen Meisterkoch, der so begeistert ist vom Komomix, dass er den Vitamix aus seiner Küche verbannt hat. Der Meisterkochist mir auch wirklich in der Küche hoch überlegen, denn er hat aus einem halben Becher Mandeln ohne Zusätze feinstes Mandelmus hinbekommen. Gesehen habe ich das allerdings nicht. Was ich aus einem halben Becher Mandeln bekommen habe, könnt Ihr unten sehen, wenn Ihr den entsprechenden Link klickt. Mit dem Gerät hatte ich auch den Kontakt zu einem Komomix-Enthusiasten bekommen, das war auch interessant. Zu meiner Behauptung, das sei kein Gerät für Linkshänder, sagte er mir: „Also ich habe den Becher mit der linken Hand aufgesetzt, das ging ganz einfach.“ Ich mag das, wenn mir Rechtshänder erklären, wie ich mich als Linkshänderin fühle 🙂 An alle Rechtshänder: Linkshändigkeit ist mehr, als ein Gerät in eine andere Hand zu nehmen! Und selbst wenn ich eine ungeschickte Linkshänderin bin: Dann ist der Vitamix eben das bessere Gerät für Menschen, die nicht mit jeder Maschine direkt auf du sind 😉

Auch das Argument: „Ach wie wäre der Test wohl ausgefallen, wenn Sie erst den Komomix gehabt hätten und dann den Vitamix…“. Vielleicht hätte mich der lose Aufsatz des Vitamix mehr gestört, vielleicht hätte ich die Pulsfunktion vermisst (bis ich entdeckt hätte, dass die Pulsfunktion eigentlich dasselbe ist im Ergebnis wie der Stößel). Mit Sicherheit aber hätte sich die schnellere und deutlich stärkere Leistung des Vitamix immer durchgesetzt.

Ein weiterer interessanter Test ergab sich aus einem Sommergetränk: 20 g Nussmus, 250 g Melonenstücke, 3 g Ingwer und 90 g Eiswürfel. Das war ein unerwartetes Problem für den Komomix. Mit Pulsen passierte nicht viel, auch nachdem die Messer endlich die Melonenstücke ein wenig gegriffen hatte. Mit dem Rührstab nachgeholfen, lief es – bis ich aber eine einigermaßen homogene trinkbare Flüssigkeit hatte, hat es doch 2-3 Minuten gedauert. Sehr schnell trennte sich Wasser ab. Im Vitamix war das Ganze in 10 Sekunden fertig: Einmal Stößel draufgedrückt, zuck, zuck, und ich hatte Softeis. Ein weiterer Beweis, dass der Vitamix mit Eis für Eiscreme viel besser umgehen kann. Ich habe dann noch 20 Sekunden laufen lassen, um ein Getränk zu erhalten. Mir persönlich schmeckte das aus dem Vitamix auch runder irgendwie …. aber Geschmack ist subjektiv und sollte hier nicht in die Bewertung eingehen.

Im Grunde lässt sich mit dem Hummus-Test auch in einem Satz zusammenfassen, was der Vergleich der beiden Mixer ergibt: Der Komomix ist ein sympathisches Gerät mit einigen netten Extras – die sich allerdings auch schon mal als Notwendigkeit erweisen, weil es ohne diese Funktion Probleme gäbe; er ist als Mixer einfach in der Bedienung und bringt gute bis sehr gute Ergebnisse. Jedoch habe ich in 90% aller Tests festgestellt: Er hat einfach nicht die Kraft und die Power vom Vitamix. Wer nie einen Vitamix in der Hand hatte und auf allerglatteste Ergebnisse nicht so großen Wert legt und auch etwas mehr Zeit hat, ist angesichts des Preises von derzeit 399 Euro gut bedient. Wer aber Ergebnisse in Sekundenschnelle ohne Wechsel von Mixtaktik haben möchte, wer cremiges Speiseeis wünscht (habe ich im Komomix nicht hinbekommen), wer auch unterschiedlich große Becher benutzen möchte (Single-Haushalte brauchen meiner Meinung nach den 0,9-Liter-Becher) wirdnach wie vor zum Vitamix greifen Wobei der Komomix für meinen Bedarf auf jeden Fall besser als Revoblend (Test von mir hier), Energy Power Smoother (Test von mir hier) und Blendtec (Test von mir hier) abgeschnitten hat.

Neutrale Punkte

  • Bechergröße 1,7 Liter
  • Titanbecher
  • Farbe einheitlich „industriegrau“
  • Made in Korea (Achtung! Es gibt Kommentare auf Verkaufsseiten, in denen behauptet wird, hier würden europäische Hersteller unterstützt, das stimmt nicht – leider hat der Händler das nicht richtig gestellt, ich weiß es ja von Herrn Mock selbst, dass der Mixer Made in Korea ist)

Kommentierte Minuspunkte

  • Nur ein Becher (Vitamix hat alleine 3 Nassbecher in unterschiedlichen Größen)
  • Herausdrehen des Messers erfordert teils großen Kraftaufwand
  • Für Linkshänder nicht so gut zu bedienen (dabei bleibe ich 🙂 )
  • Trotz der Einknopf-Bedienung insgesamt umständlicher und zeitaufwändiger
  • Deutlich weniger Kraft – wobei die Ergebnisse gut sind, aber Himbeerkerne kriegt er nicht glatt, zumindest nicht bei annehmbaren Zeiten und somit auch Temperaturen
  • Relativ schwierig, Speisen unten aus dem engenBecher zu holen
  • Die vielen Messer am Boden machen den Zugriff auf nichtflüssige Reste am Becherboden fast unmöglich
  • Für glatte Ergebnisse braucht der Komomix immer relativ viel Flüssigkeit (im Verhältnis zum Vitamix)
  • Speiseeis geht nicht, weil Eis nur gecrusht wird (siehe Fotos, oben Komomix, unten Vitamix – wobei ich sogar mit dem Komomix länger gearbeitet habe)
  • Bedienungsanleitung etwas zu einfach (Überhitzungsschutz nicht erwähnt, Öffnen des Messers nicht gründlich beschrieben, keine Tipps in Form von ein paar Grundrezepten)
  • Ich vermisse eine Skala hinter dem Drehkopf, auf der ich exakt ablesen kann, auf welcher Stärke ich mixe. Die Helligkeit des Lichts am Knopf zeigt mir, wie weit ich die Geschwindigkeit hochgedreht habe. Wenn ich in Eile bin, sehe ich die feinen Unterschiede nicht immer.

Kommentierte Pluspunkte

  • Einfache Bedienung, wenn der Becher einmal auf dem Gerät sitzt (Einsetzen und Abnehmen war auch nach drei Wochen für mich immer noch lästig, und drei Wochen tägliche, teils mehrmals tägliche Bedienung sollte als Eingewöhnungszeit reichen)
  • Einknopf-Bedienung nach einer gewissen Gewöhnung sehr angenehm
  • Einknopf-Bedienung hat keinen Anschlag, d.h. das Gerät stellt beim Abschalten automatisch auf niedrige Gangart um: Vorteil, dass beim Einstellen nicht alles rumspritzt, allerdings weiß man auch nie so genau, wann man am Ende der Skala ist.
  • Puls-Funktion kräftig (eine Pulsfunktion würde dem Vitamix auch gut tun)
  • Gute Reinigung mit Wasser; allerdings habe ich zum Schluss einen gewissen Beschlag nicht mehr vom Messer abbekommen
  • Herausnahme des Messers (auch wichtig, weil der Komomix sehr viel schlechter vollständig zu leeren ist)
  • Möglichkeit, Becher und Oberteile in der Spülmaschine zu spülen; nach etwa 10 mal spülen ist der Becher klar wie zuvor; es hat sich nur am Griff Wasser zwischen das Weichgummi und das härtere Plastik „gedrängt“
  • Kommt in umweltfreundlicher Pappverpackung (kein Styropor)

Die einzelnen Tests:

  • Erster Eindruck von Optik und Einzelteilen, der fehlgeschlagene Speiseeisversuch: hier
  • Mehr zu Bedienung und Problemen, Umgang mit Obst und Kakao: hier
  • Fotos vom Gerät und Mandelmus à la Meisterkoch: hier
  • Kakao, Cashewnussmus und Pesto: hier
  • Eisschokolade (Note 1): hier
  • Schokoladentafeln: hier
  • Zwischenbilanz mit Details zur Standfestigkeit: hier
  • Herausnehmen des Messers: hier
  • Problematik des Trichters mit Fotos: hier
  • Mahlen von Getreide: hier
  • Satire zur Homepage des Komomix mit teils natürlich auch ernsten Anmerkungen: hier
  • Softeis und Spülen in der Maschine: hier
  • Packproblematik der Messer: hier
  • Pudding kochen im Hochleistungsmixer: hier
  • Feines Zerschlagen: hier

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Total Blender: dieBedienung

22. Januar 201121. Januar 2011OneBBO25 Kommentare

Kommentar vom 22. Januar 2011: Der Total Blender und seine Bedienung

Wer sich die Filme in YouTube anschaut, sieht, dass das Gerät erstens an der Rückseite einen Ein- und Ausschaltknopf und vorne verschiedene Folienbedienknöpfe hat. In den Filmen gibt es Knöpfe mit Aufdruck „Ice“, „Smoothie“ und so weiter. Wenn schon Programme, so dachte ich, dann ist diese direkte Bedienbarkeit schön. Leider wurde das geändert. Jetzt gibt es links vier Knöpfe mit Aufdruck „1“, „2“, „3“ und „4“, die standardmäßig mit je einem Programm belegt sind. Es gibt aber keine kleine Karte, die man sich am Anfang dazu legen kann, um schnell zu schauen, wo welches Programm ist. Ich kann die Knöpfe auch umprogrammieren, aber das Problem bleibt dasselbe. Außerdem fängt die Maschine auch sofort an zu laufen, wenn ich eine dieser Tasten drücke. Praktisch heißt das, dass ich mir ein Zettelchen machen muss. Nee, wie schön 😦

Ist das wirklich praktisch erprobt worden mit Menschen, die unter Stress in der Küche arbeiten? Das glaube ich kaum. Denn wenn ich wirklich in der Küche „in Fahrt“ bin, will ich nicht noch über eine Bedienung nachdenken. Lästig finde ich auch das ständige Ein- und Ausschalten an der Rückseite. Dann gibt es noch einen Menüknopf. Okay, die Bedienung ist jetzt nicht sonderlich schwierig, aber wer zu denjenigen zählt, die bei jeder Zeitumstellung in Winter und Sommer Herzrasen kriegen, weil sie schon wieder vergessen haben, wie gewisse Uhren umgestellt werden, wird das nerven. Und es kostet ZEIT: Selbst wenn ich die Programme mal im Griff habe, sind das doch einige Sekunden, die ich durch die Menüs und ihre Untermenüsscrollen muss, wie schnell ist einmal zu viel getippt – und dann muss ich von vorne anfangen. Beim Vitamix habe ich drei Bedienknöpfe vorne nebeneinander: Ein-/Ausschalten, Normale Geschwindigkeit (steigerbar) und Turbo. Das hat jeder nach einmaliger Benutzung im Kopf und in der Hand. Dazu kommt, dass die ganzen Programme englische Bezeichnungen tragen. Das ist auch nicht schwer, aber selbst ich muss dann manchmal doch überlegen. Was meinen die jetzt wirklich mit „Whole Food Juice“? Ein Gerät muss ich einfach bedienen können. Beim Thermomix ist das auch supereinfach, eine Geschwindigkeitsstufe, eine Zeit, vielleicht noch eine Temperatur einstellen. Das ist alles ganz klar und erfordert kein „Nach-Denken“.

Im Prinzip unterscheiden sich die Programme in der Geschwindigkeit und in der Lauflänge, die Programme für kalte Gerichte laufen meist 50 Sekunden, für Hot Chocolate z.B. mehr als eine Minute, manche laufen langsam an oder werden zwischendurch wieder langsamer. Beim Vitamix guck ich einfach drauf, wann es fertig ist, oder fasse an den Becher.

Die Trinkschokolade wurde sehr schnell heiß, schneller als im Vitamix (der eine höhere Drehzahl hat!). Aber genau da sehe ich dann auch wieder die Gefahr für die Rohkost. Eine kalte Suppe wurde prima, auch der heiße Kakao mit Maronen – das Ergebnis muss sich hinterm Vitamix gar nicht einmal verstecken. Aber warum so umständlich hantieren und dafür noch etliche Euro mehr ausgeben? Die Preisgestaltung des Herstellers bleibt mir ein Rätsel. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Gerät bei dem überhöhten Preis wirklich genügend Abnehmer findet. Ich weiß auch wirklich nicht, warum das Gerät in Deutschland dermaßen überteuert angeboten wird.

Herrscht beim Hersteller vielleicht die Meinung, die deutschen Rohköstler, Hausfrauen und anderen potentiellen Nutzer wissen mit ihrem Geld nicht mehr wohin? Für 500 Euro hätte es vielleicht eine Chance. Um sich dieses Gerät für mehr als 800 Euro zu kaufen, muss man, entschuldigt meine saloppe Ausdrucksweise, nicht ganz dicht im Kopf sein :-)) Es sei denn, man will wirklich nur Smoothies machen…

Wie ich im ersten Test schon schrieb, ist die Reinigung einfach. Leider verdreckt der Becher / Deckel auch starkbeim Benutzen, was einfach an dem geringen Volumen liegt (dadurch wirkt der Total Blender aber in der Küche natürlich auch „zierlicher“). Der runde Deckel vom Vitamix ist handlicher, dafür sitzt der Blendtec-Deckel besser und schneller festauf. Beide haben auf den Bechern Maße markiert, ml und amerikanische Einheiten. Beim Vitamix ist das quasi aus dem Material als Relief herausgearbeitet, beim Blendtec ist das aufgedruckt. Da frage ich mich jetzt schon, wie lange es wohl dauert, bis die Zahlen und Striche allmählich verschwinden. Der Thermomix hat übrigens, was vielen gar nicht bewusst ist, eine eingebaute Waage, die auf 10 g genau wiegt.

Das Material des Total-Blender-Bechers ist dünner als das vom Vitamix, dafür ist das Becher-Material völllig transparent, was wiederum ein Vorteil ist. Der Deckeleinsatz für den Gummideckel hat vier hochstehende Rechtecke. Da frage ich mich auch, wann wohl das erste abbricht, wenn mal jemand nicht so ganz aufpasst.

Das Rezeptbuch ist ein Witz. Was da alles an Fertigwaren reinkommt gibt einen tiefen Einblick in die amerikanische Küche….

Total Blender von Blendtec: Testergebnisse1

20. Januar 201121. Januar 2011OneBBO13 Kommentare

Kommentar vom 20. Januar 2011: Erste Experimente mit dem Blendtec Total Blender

Ich war nach dem ersten Test schon kurzdavor, das ganze Ding wieder in den Karton zu packen und der netten Vertriebsfirma (die sind wirklich absolut top!) zurückzuschicken.

Erst einmal finde ich es arrogant, ein so teures Produkt ohne ein Wort Deutsch auf den Markt zu bringen. Denn so einfach ist die technische Anleitung nicht, dass da jemand mit wenig Englischkenntnissen blendend mit zurecht kommt.

Das Gerät verfügt über vier Programmknöpfe. Außer dem ersten (Low, Niedrige Stufe 1 für 20 Sekunden) sind die für meinen Geschmack alle gleich 🙂 ich kann auch Geschwindigkeitsstufen wählen statt Programmen, die laufen jeweils für 50 Sekunden, dann schaltet das Gerät ab. Das hat Vorteile (man kann’s nicht vergessen), aber auch Nachteile, weil lästig. Vergessen kann man das Gerät aber sowieso nicht, wenn es läuft – es ist genauso lautwie der Vitamix.

Als erstes habe ich ein Eis ausprobiert.. Da ich dem Gerät kein Unrecht tun wollte, habe ich nicht nur gefrorene Zutaten reingetan, wie ich das mit dem Vitamix schon mal mache. Zutaten waren: 1 frische Banane (125 g netto), 2 TL Zitronensaft und 1 gehäufter TL Cashewnussmus. Darauf 100 g gefrorene Apfelstücke, dazu ein Klumpen Mangostücke gefroren (200 g) und noch 100 g Eiswürfel. Dann habe ich das Eisprogramm eingeschaltet: 1x, 2x. Das Messer hat einfach die Mangostücke nicht angerührt, nur unten etwas rumgeschlagen. Ich habe dann nach Ende des Zyklus den Becher geöffnet und die Massemit einem Spatel nach unten gedrückt, was nicht viel half, obwohl das Messer jetzt hätte Apfelstücke und Eiswürfel greifen können. Da ich nicht warten wollte, bis das alles Soße war, habe ich es in den Vitamix umgepackt – da war das ruckzuck mit dem Stößelfertig. Ein Verkaufsargument für den Total Blender im Vergleich zum Vitamix ist, dass er keinen Stößel braucht. Der wäre hier nötig! Für Eis, so wie ich das liebe (nämlich ohne eine Tasse Sahne oder andere Flüssigkeiten, nur mit gefrorenen Früchten und Eiswürfeln), klappt das nicht, sobald die Stücke etwas größer sind. Ein dickes Plus für den Vitamix.

Bei der Herstellung bn Cashewmus habe ich mich grundsätzilch an die Anleitung gehalten, nur etwas mehr Öl genommen (statt 3 TL Öl auf 3 Tassen Nüsse 30 g Öl auf 350 g Nüsse, das ist mehr Flüssigkeit).Nachdem ich wie angegeben 1x auf Stufe 1 und 4x auf Stufe 5 hatte laufen lassen, guckte ich auf die Uhr und überlegte, ob ich wohl noch vor Mitternacht damit fertig würde? Also noch mal Öl nachgekippt und 2x oder 3x auf Stufe 10 laufen lassen. Jetzt war es ganz nett in der Konsistenz, aber auch heiß. Von Rohkost keine Spur. Mit etwas mehr Geduld hätte ich vielleicht die Rohkostqualität gerade noch retten können – aber da ist der Vitamix auch nicht schlechter. Auch hier getürkte Filme in Youtube, denn mit gerösteten Erdnüssen (immer ölig) schafft das jede stärkere Küchenmaschine!

Zum „Reinigen“ habe ich mir einen Kakao gemacht: zum restlichen Cashewnussmus 1 EL Kakaonibs, 2 entsteinte große Datteln, 1 EL Rundkornnaturreis, 3 cm Vanillestange und 200 ml Wasser. Das entsprechende Programm, das merkte ich gleich, wird die Dinge nicht fein genug hacken. Also habe ich 2 Zyklen auf Stufe 10 laufen lassen, da war es warm. Nochmals 100 g Wasser hinzu, noch ein Zyklus – da war es noch wärmer.

Ach ja, der Becher vom Total Blender entspricht der Größe des kleinen Vitamix-Bechers, 1 Liter Füllmenge! Es gibt in Amerika einen größeren, aber der ist in D nicht dabei oder auch nicht erhältlich. Die Bedienung insgesamt ist umständlicher, dazu demnächst auch mehr.

Im Vergleich zum Vitamix ist der Total Blender bisher deutlich im Hintertreffen. Alles, wo viel Flüssigkeit bei ist, klappt recht ordentlich – das gilt aber für alle besseren Mixer! Bald werde ich noch ein Pesto probieren, wo ich den Stößel immer gut gebrauchen kann. Auch scheint mir, dass er schneller heiß läuft. Fahren nicht die amerikanischen Rohköstler so auf das Teil ab? Vielleicht haben die ja andere Rohkosttemperaturen als wir hier in Deutschland?

Ganz schleierhaft ist mir die Preisgestaltung. Das Gerät ist ja bei uns deutlich teurer als der Vitamix – in den USA, so sah ich heute in einem YouTube-Film aber 100 Euro billiger! 100 Euro schlechter, ja, so schätze ich ihn auf den ersten Blick auch ein. Ich werde noch ein wenig testen und euch berichten!

Fairerweise berichte ich gerne, dass die Reinigung deutlich angenehmer ist als beim Vitamix. Negativ jedoch, dass der Griff oben und unten offen ist, unten schmaler. Wenn da mal öliger Schmutz hineingeraten sollte, weiß ich nicht, wie ich das rausbekommen soll. Beim Vitamix ist der Griff geschlossen. Es heißt, ich kann den Becher in die Spülmaschine tun. Ja, kann ich, aber nur in das obere Fach, d.h. legen – und dann auch möglichst ohne heiße Luft.

Sondermeldung: Blendtec

19. Januar 201119. Januar 2011OneBBO

Ich werde jetzt öfter kleine Meldungen zu meinen Tests mit dem Blendtec als Sondermeldungen bringen. Vor 5 Minuten ist das Paket eingetroffen. Der Standfuß macht einen sehr soliden Eindruck. Alle Literatur ist jedoch in Englisch. Das beigelegte Rezeptbuch macht auf jeden Fall einen modernen und frischen Eindruck (von der Qualität der Rezepte erwarte ich natürlich keine Vollwert). Wenn ich es schaffe, gibt’s heute Abend das erste Eis 🙂

Thermomix, Vitamix – und jetztBlendtec?

12. Januar 201113. Januar 2011OneBBO21 Kommentare

Kommentar vom 12. Januar 2011: Blendtec, ein „neuer“ Mixer

Da ich ja nun ein PSG-Banner auf meiner Homepage habe, schaue ich mich selbst dort auch öfter um (leider, schnief, kriege ich auf eigene Käufe keine Prozente). Dabei fiel mir ein neuer Mixer auf, der ähnlich aussieht wie der Vitamix. Blendtec so heißt das Produkt. Aha, dachte ich, was soll denn das nun wieder sein?

Es gibt einige ziemlich blöde Videos dazu (wie ein iPod darin zermalmt wird), die üblichen nichtssagenden (Nussmus aus Erdnüssen, die einfachste Sache der Welt). Aber einige Dinge machten mich neugierig: Der Becher kann in die Spülmaschine, man braucht keinen Stößel (weniger Kraftaufwand), das Gerät bestimmt die Laufzeit selbst. Umdrehungszahl ist mit 29.000 etwas geringer als der Vitamix. Angeblich fährt die Rohkostszene in den USA jetzt vollkommen auf das Gerät ab.

Verzweiflung: Was soll ich tun, wenn nun einer von euch mich fragt, wie ich das Gerät finde? Wird das eine Frage, bei der ich mit leeren Antworthänden dastehe? Das geht nicht. Mir aber jetzt neben den Vitamix NOCH ein Gerät hinzustellen ist weder finanziell noch räumlich eine Möglichkeit. Und ohne zu wissen, ob der Blendtec wirklich besser ist, mag ich auch so ein Risiko nicht eingehen, denn er ist auch deutlich teurer als der Vitamix, zumindest in Deutschland.

Ich habe daraufhin Ende letzter Woche eine Mail an den deutschen Vertrieb geschickt, mein „Problem“ geschildert und gefragt, ob ich vielleicht mal ein Gerät ein paar Wochen zur Probe bekommen kann? Angenehm schon fiel auf, dass meine Mail recht prompt innerhalb weniger Stunden beantwortet wurde: der zuständige Bearbeiter sei erst nächste (= diese Woche) wieder da und werde sich dann melden. Und siehe da, gestern Abend eine Stunde vor der Telefonstunde klingelte das Telefon. Das war noch ganz lustig, denn ich dachte: Herrjeh, wer ist denn das jetzt, kann sich da jemand nicht an die Zeiten halten oder ist das wieder so ne döselige Telefonwerbung? Zum Glück habe ich nicht gleich losgemuffelt 😉

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich bekomme einen Blendtec für 2 Wochen auf Probe. Mit ein bisschen Glück ist er am Wochenende schon bei mir. Dann gibt es Eis, Pestos und Drinks in Menge 🙂 Ich bin jetzt echt neugierig, denn der Blendtec muss ja auch gegen den Thermomix antreten. Das hören Vitamix- und Blendtec-Hersteller zwar nicht so gerne, weil sie denken, dass sei ganz etwas anderes. Klar, in einigen Punkten sind sie stark unterschiedlich. Aber gerade Nussmus und Eis sind für mich zwei wichtige Kriterien.

Ihr könnt also mit mir gespannt sein…

Und ein wenig lesen könnt Ihr auch schon mal. Wenn Ihr besondere Wünsche habt, was ich mal testen soll, immer her damit! Klickt hier

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Author: Golda Nolan II

Last Updated: 02/15/2023

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